SARDOGS Nepal vor Ort unterstützen

Sachspenden transportieren
Wir haben immer wieder Material, dass wir in Nepal nicht kaufen können und das von SARDOGS Nepal benötigt wird. Da das Verschicken per Cargo unvernünftig teuer ist, nehmen wir diese Dinge in unserem Freigepäck mit, wenn wir nach Nepal fliegen. Die Häufigkeit der Reisen und der Platz im Gepäck ist natürlich begrenzt und reicht oft nicht aus. Wenn Du sowieso nach Nepal fliegst und noch Platz im Gepäck hast, sprich uns einfach, ob wir aktuellen Transportbedarf haben. Wir organisieren die Abholung der Sachen am Flughafen oder Deinem Hotel in Kathmandu – Du kannst für die persönliche Übergabe auch gerne selbst nach Pokhara kommen, SARDOGS Nepal besuchen und kennenlernen.


SARDOGS Nepal als Versteckperson beim Training helfen
Du bist sowieso auf Reisen in Nepal und kommst nach Pokhara? Wenn Du Zeit und Lust hast und Hunde magst, bist Du herzlich eingeladen, uns bei unserem Hundetraining zu besuchen.
Natürlich kannst Du einfach nur zuschauen, aber auch wenn Du gar keine Ahnung von Hunden oder von Rettungshundearbeit hast, kannst Du uns beim Training unterstützen. Wir benötigen regelmäßig den Hunden fremde Personen, die sich im Trainingsgelände verstecken und von den Hunden suchen lassen. Wie das funktioniert und was Du genau dabei machen musst, wird Dir im Training erklärt. So ein Training dauert 2-3 Stunden und findet frühmorgens im Raum Pokhara statt. Das Nachmittagstraining wird meist auf dem Gelände von SARDOGS Nepal und der unmittelbaren Umgebung abgehalten.
Wo findest Du SARDOGS Nepal? Der Stützpunkt liegt in einer Seitenstraße in der Nähe des International Mountain Museum, südlich vom alten Flughafen.
Adresse: SARDOGS Nepal Google Map

Als Ausbilder SARDOGS besuchen
Hast Du schon mal darüber nachgedacht, nach Nepal zu reisen und SARDOGS Nepal zu besuchen? Du kannst bei ihnen oder einer nahegelegenen Unterkunft wohnen und eine oder mehrere Wochen bleiben. Du trainierst mit ihnen und unterstützt die Staffel mit Deiner Expertise in einem für SARDOGS Nepal relevanten Fachgebiet. Gäste sind herzlich willkommen.

Welche Ausbildungsthemen sind für SARDOGS Nepal von Interesse?(Liste nicht abschließend.)

Hundeausbildung

Einsatzkräfte-Ausbildung

Flächensuche incl. Gebirgsflächensuche

Trümmerkunde, Rettungs- und Bergungstechniken bei Verschüttung

Trümmersuche incl. Erdrutsche, Muränen, Flutsäume

Lawinenkunde und Lawinenrettungstechniken

Wassersuche (Uferrandsuche)

Bergrettungstechniken, Abseilen, Klettertechniken, Seilsicherung

Lawinensuche, Gletscherspaltensuche

Erweiterte Erste Hilfe / Outdoor Paramedic First Aid, Rettungsmaßnahmen ohne Notarzt, Höhenkrankheit

Mantrailing (urban/rural)

Orientierung, GPS, Karte+Kompass, Kartensoftware und Dokumentation

Leichensuche

Erweiterte Erste Hilfe am Hund , Rettungs- und Transportmaßnahmen für den Hund

Suche nach verwitterten Gegenständen

Hundekrankheiten, Parasitosen, Vector borne diseases, Infektionskrankheiten, Mangelerscheinungen erkennen und vorbeugen

Suche mit und ohne Referenzgeruch

Suchtaktiken, Wind, Thermik, Wetterkunde im Gebirge

Suche mit und ohne Leine

Gefahren im Einsatz, Absicherungsmaßnahmen, Einschätzung von Einsturzgefahr

Reisehinweise und Voraussetzungen:
Bitte setz Dich mit uns in Verbindung, wenn Du einen Ausbilderaufenthalt bei SARDOGS Nepal planst [LINK].
Wir beraten Dich umfassend zu allen relevanten Themen, die Deine Reise betreffen und treffen die entsprechenden Absprachen mit SARDOGS Nepal zu Deinem Aufenthalt.

Falls Du noch nie in Nepal warst, und auch sonst noch nicht außerhalb der Developed Countries, wird das für Dich eine ganz besondere Erfahrung werden. Der kulturelle Unterschied ist derart immens, dass man, wenn man in Kathmandu aus dem Flieger steigt, auch genauso gut auf einem anderen Planeten hätte landen können. Aber keine Sorge - hier wird einem geholfen!

Ein paar Dinge solltest Du im Vorfeld wissen und mitbringen. Wir möchten hier die Voraussetzungen erläutern, die wir empfehlen bzw. als zwingend notwendig erachten.


Ein paar wichtige Regeln, mit denen Du zwingend konform gehen musst:

1. Kosten: Bezahl Deine Reise und Deinen Aufenthalt selbst.

2. Spenden: Bring nur das mit, was wirklich gebraucht wird. Das kann auch einfach nur Geld sein.

3. Guest is God in Nepal. Das Gastrecht hat einen hohen Stellenwert. Dazu gehören einige Dinge, die man von Dir erwartet und andere, die Du lassen solltest. Auch wenn das nicht mit unserer Kultur übereinstimmt.

4. Interkulturelle Kompetenz. Es ist ganz anders als hier, aber seit vielen Jahrhunderten, wenn nicht Jahrtausenden gewachsen. Auch wenn es für Unwissende chaotisch aussieht, hier ist eigentlich alles geregelt, vom Busfahrplan bis zum idealen Zeitpunkt für eine Puja. Nichts ist schlimmer, als irgendwas zwangsverbessern zu wollen. Sei einfach offen für alles, beobachte, lerne. Sei einfach Mensch.
Leute, die oberlehrerhaft, arrogant oder laut auftreten, brauchen wir in Nepal nicht. Ganz egal, in welchem Zusammenhang! Wir lernen hier voneinander und können das Beste aus beiden Kulturen zusammen bringen. Seit je her treffen in Nepal Völker und Kulturen zusammen und haben die Menschen in diesem Land alles, was für sie praktisch, brauchbar und sinnvoll ist, für sich assimiliert.

5. Verantwortung: Jeder ist für sich selbst verantwortlich. In jeder Hinsicht. Und für die anderen der Gemeinschaft. Nepal hat keine Vollkaskoversicherungsmentalität. Wenn Du Dir an der Metallkante der Toilettentür den Finger aufschneidest, hättest Du einfach besser aufpassen müssen. Du wirst sicherlich bedauert und verpflastert, aber Schuld bist Du selbst und nicht der Eigentümer der Toilette. Sorge daher u.a. für entsprechende Reiseversicherungen und, sofern Du Deutsche/r bist, registriere Dich vor Deiner Reise bei der Deutschen Botschaft in Kathmandu im ELEFAND -System.

6. Dank: Erwarte keinen Dank für irgendetwas, was Du anderen Gutes tust. Letztlich tust Du es für Dein eigenes Karma. Wenn Du ein Geschenk mitbringst, erwarte nicht, dass sie es in Deiner Gegenwart ausgepackt werden. Falls es nicht gefallen sollte, wahren alle Beteiligten so ihr Gesicht.

7. Risiken: Sei Dir bewusst, dass Du auf Deiner Reise gewisse Risiken auf Dich nimmst, wie jeder andere in diesem Land auch. Als Sozius ohne Helm Motorrad fahren, im randvollen Local Bus auf unbefestigten, kurvenreichen Dirt Roads, wo man praktisch fast überall abstürzen könnte, mit Inlandsflügen, die nicht den internationalen Sicherheitsregeln entsprechen, mit Trampelpfaden an der Kante vom Cliff entlang, mit Flussdurchquerungen bis zum Po im Wasser... mit der Gefahr von Erdbeben, Felsstürzen, Steinschlag und Erdrutschen. Mit Dengue, Typhus, Tollwut, Giardien und Amöben usw.. Die Seite der Deutschen Botschaft in Nepal gibt Dir eine Menge Infos, worauf Du Dich einstellen und vorbereiten solltest. DeutscheBotschaft Kathmandu

8. Eigener Hund: Deinen Hund lässt Du zu Hause. Dafür gibt es keine Ausnahmen.

9. Sprache: Du sprichst Englisch. Das muss jetzt nicht auf C1-Niveau sein, das können die SARDOGS-Leute nämlich auch nicht. Wichtig ist, dass Du auf der Reise alltagstauglich kommunizieren kannst. Trainingsinhalte kannst Du in einfacher, gut verständlicher englischer Sprache und eindeutig rüber bringen. Es ist notwendig, dass Du zumindest die Hundekommandos auf Nepali lernst. Einige Alltagsworte machen auch Sinn. Jeder Nepali wird sich freuen, wenn Du Dich in seiner Sprache versuchst!

10. Fitness: Du bringst eine durchschnittliche körperliche Fitness mit. Das Flächentraining findet derzeit in Gebieten statt, die mit herkömmlichen Steinbrüchen oder Kiesgruben vergleichbar sind. Die Strecken, die zurückgelegt werden, ähneln denen im normalen RH-Training in Deutschland.
Du bist in jedem Fall trittsicher und schwindelfrei. Solltest Du mit SARDOGS Nepal ein Hochgebirgstraining (3000-5000m/üNN) planen, erfordert dies einen überdurchschnittlichen Trainingszustand.

11. Trainingsmethode: Wenn Du im Hundetraining mitarbeitest, weißt Du, wie man mit dem Clicker umgeht. Wirf die gegebenen Ausbildungsmethoden nicht über den Haufen! Verfeinere sie, korrigiere Fehler, bringe neue Ideen und neues Wissen mit. Es geht um Austausch auf Augenhöhe.

12. Gast vs. Volunteer: Du kommst als Gast und bist zum gemeinsamen Training eingeladen. Es findet dabei ein Ideen- und Wissensaustausch statt. Das ist ein kleiner, aber wichtiger Unterschied zur Freiwiligenarbeit, den Du unbedingt wissen solltest! Du trägst alle Deine Kosten selbst, dazu gehört jeglicher Transport und auch Kost und Logis. Du bekommst keine finanzielle Gegenleistung für Deinen Besuch. Es wäre sonst Volunteering, und mit einem Touristenvisum als Volunteer in Nepal zu arbeiten ist gesetzlich verboten und wird bestraft.